AP8 - Mental WellBeing
Fokus auf das psychische Wohlbefinden der Helfer*innen und Mitarbeitenden in der Gefahrenabwehr
Die Mitarbeiter*innen der Gefahrenabwehr – Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz – bilden einen Grundpfeiler der Infrastruktur für die Sicherheit der Bürger*innen im deutsch-dänischen Grenzgebiet.
Obwohl es sich um Mitarbeiter*innen handelt, die speziell für ihre Arbeit ausgewählt und ausgebildet wurden, zeigen Studien, dass Mitarbeiter*innen in diesen Berufen ein erhöhtes Maß an psychischen Gesundheitsproblemen aufweisen, die mit ihrer häufigen Konfrontation mit Tod, Leid, Zerstörung und gefährlichen Situationen in Verbindung gebracht werden können.
Psychische Gesundheitsprobleme bei den Mitarbeiter*innen können erhebliche Folgen für den/die Einzelne/n haben. Sie können sich aber auch negativ auf die Fähigkeit der Einsatzkräfte auswirken, die Qualität ihrer Arbeit aufrechtzuerhalten und die notwendigen Ressourcen für die Bewältigung künftiger Anforderungen zu sichern.
Das Projekt Danger – 112 AP8 konzentriert sich daher auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter*innen der Gefahrenabwehr im Zusammenhang mit der Lösung operativer Aufgaben.
Das Arbeitspaket besteht zum einen aus der Vermittlung von vorhandenem Wissen an Schlüsselpersonen im Rettungsdienst an der deutsch-dänischen Grenze und zum anderen aus der Entwicklung eines neuen Foschungsprojektes KÆMP das Wissen für eine bessere Prävention sichern kann.
Im Rahmen von AP 8 wurden innerhalb des Projektnetzwerkes unterschiedliche Forschungsvorträge gehalten. Die Vorträge befassten sich mit der Entwicklung von PTBS und Burnout bei Mitarbeitenden in der Gefahrenabwehr. Die Vorträge wurden für DANGER 112-Kooperationspartner gehalten, darunter Vertreter sowohl der Leitungsfunktionen als auch der Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen der Institutionen der Gefahrenabwehr der Region Süddänemark und Norddeutschlands.
AP 8 hat außerdem zur Einleitung von zwei separaten Pilotprojekten geführt, die von Forschern des Universitätsklinikums Odense und der Universität Süddänemark durchgeführt werden: 1) DanGer Mental Health: Dispatcher Mental Health und 2) KÆMP – Kritische Ereignisse, psychische Gesundheit und PTBS im Feuerwehr- und Rettungsdienst.
Beide Studien sollen das Auftreten von psychischen Gesundheitsproblemen und deren Zusammenhang mit operativen Aufgaben, schützenden und verschlimmernden Arbeitsumfeldfaktoren in zwei verschiedenen Berufsgruppen, nämlich 112-Disponenten und Feuerwehrleuten, untersuchen.
Die Pilotprojekte sollen die Grundlage für zwei zukünftige Forschungsprojekte bilden, die im Laufe der Zeit untersuchen werden, welche Arbeitsumgebungsfaktoren und Präventionsmaßnahmen die Mitarbeiter im Zusammenhang mit ihrer operativen Arbeit schützen. Die Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmen durchgeführt und werden neue und bisher fehlende Erkenntnisse über die Arbeit in diesen Branchen liefern. Die aus den Projekten gewonnenen Erkenntnisse können zur Verbesserung der Prävention von psychischen Erkrankungen und Fehlzeiten bei Mitarbeitern beitragen, die sowohl in Dänemark als auch in Deutschland eine Schlüsselrolle einnehmen.
Ansprechpartner für die Forschungsarbeit zum Thema psychische Gesundheit ist Forschungsleiter Jesper Pihl-Thingvad <jesper.pihl-thingvad@rsyd.dk>